Fahrzeug anfragen
Fahrzeug auf der Hebebühne, Blick auf den Abgasstrang

Leistung 07

Wenn der Partikelfilter nicht mehr freibrennt.

Bei Fahrzeugen mit entsprechendem Einsatzzweck kann die DPF-Funktion im Motorsteuergerät softwareseitig angepasst beziehungsweise deaktiviert werden, sodass etwa Regenerationen und die zugehörigen Fehlerstrategien nicht mehr aktiv sind.

Partikelfilter
Nicht für den öffentlichen Straßenverkehr

Die DPF-Deaktivierung ist nicht für den öffentlichen Straßenverkehr vorgesehen. Am zugelassenen Fahrzeug erlischt damit die Betriebserlaubnis, und bei einer Kontrolle ist das kein Auslegungsfall. Vorgesehen ist sie für Maschinen und Fahrzeuge außerhalb des Straßenverkehrs, für Motorsport und für den Export.

Warum die Regeneration abbricht

Der Partikelfilter sammelt Ruß und brennt ihn bei der Regeneration frei. Dafür braucht er Temperatur, und Temperatur braucht Zeit unter Last. Wer nur kurze Strecken fährt, unterbricht die Regeneration jedes Mal, bevor sie fertig ist. Die Beladung steigt weiter, die nächste Regeneration startet früher, und irgendwann steht der Wagen im Notlauf.

Deshalb steht am Anfang immer die Frage, ob der Filter die Ursache ist oder nur der Ort, an dem das Problem sichtbar wird. Ein defekter Differenzdrucksensor, ein undichter Turbolader oder eine fehlerhafte Nacheinspritzung erzeugen dasselbe Fehlerbild.

Ausgebauter Dieselpartikelfilter neben dem geöffneten Zylinderkopf
Partikelfilter im Abgasstrang

Woran Sie es merken

  • Der Filter meldet hohe Beladung, die Regeneration bricht immer wieder ab.
  • Regenerationen laufen viel häufiger als früher.
  • Ölstand steigt, weil unverbrannter Kraftstoff ins Öl gelangt.
  • Leistungsbegrenzung oder Notlauf mit Aufforderung zur Werkstattfahrt.
  • Deutlich erhöhter Verbrauch bei gleicher Strecke.

Wie ich vorgehe

  • Beladungswerte, Differenzdruck und Regenerationshistorie auslesen.
  • Prüfen, ob eine bewusst gefahrene Freibrennfahrt oder eine Reinigung reicht.
  • Ursachen ausschließen, die nur wie ein Filterproblem aussehen.
  • Einsatzzweck des Fahrzeugs klären, bevor über eine softwareseitige Anpassung gesprochen wird.
  • Originaldatenstand sichern, damit der Ausgangszustand jederzeit zurückkommt.
Software ersetzt keinen zerstörten Filter

Ist der Filter mechanisch beschädigt oder geschmolzen, ändert eine Anpassung der Steuerung daran nichts. Sie unterdrückt dann nur die Meldung. Das ist das Gegenteil von dem, was Sie wollen, und wird hier auch nicht so gemacht.

Markenübergreifend

Vom Kleinwagen bis zum Mähdrescher. Entscheidend ist das Steuergerät, nicht das Emblem.

  • Audi
  • BMW
  • Mercedes-Benz
  • Volkswagen
  • Porsche
  • Škoda
  • SEAT
  • Cupra
  • Ford
  • Opel
  • Fiat
  • Iveco
  • MAN
  • Scania
  • Volvo
  • John Deere
  • Fendt
  • Claas
  • Case IH
  • New Holland

Alle genannten Marken sind Eigentum der jeweiligen Hersteller. Die Nennung dient allein der Angabe des Einsatzbereichs; eine Geschäftsbeziehung besteht nicht.

Nächster Schritt

Fahrzeugdaten schicken, Einschätzung bekommen.

Marke, Modell, Motor und was Sie vorhaben. Mehr braucht es für den Anfang nicht. Sie bekommen Rückmeldung, ob Ihr Fahrzeug in Frage kommt. Auch dann, wenn die Antwort nein lautet.