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Fahrzeug auf der Hebebühne, Blick auf den Abgasstrang

Leistung 05

Wenn das SCR-System nicht mehr zur Ruhe kommt.

Moderne SCR-/AdBlue-Systeme bestehen aus verschiedenen Sensoren, Pumpen, Heizelementen und Steuerfunktionen. Treten hier dauerhaft Probleme auf, können je nach Fahrzeug softwareseitige Lösungen möglich sein.

SCR-System
Wo die Grenze verläuft

Entsprechende Deaktivierungen sind nur für Fahrzeuge und Einsatzzwecke vorgesehen, bei denen dies rechtlich zulässig ist — Betriebsgelände, Land- und Baumaschinen außerhalb des Straßenverkehrs, Motorsport, Export. Am zugelassenen Fahrzeug führt ein solcher Eingriff zum Erlöschen der Betriebserlaubnis. Deshalb steht die Frage nach dem Einsatzzweck im Anfrageformular ganz oben und nicht im Kleingedruckten.

Was das System tut

Die selektive katalytische Reduktion wandelt Stickoxide mit Harnstoff um. Dafür braucht sie mehr als den Tank, den Sie nachfüllen: eine Dosierpumpe, ein Dosierventil, beheizte Leitungen, NOx-Sensoren vor und hinter dem Katalysator, einen Füllstands- und einen Qualitätssensor.

Jedes dieser Teile kann ausfallen, und das Steuergerät meldet den Ausfall über dieselbe Anzeige. Deshalb sagt eine AdBlue-Warnung für sich genommen fast nichts darüber aus, was tatsächlich kaputt ist.

Kombiinstrument mit der Meldung „AdBlue: Störung! Kein Motorstart in 70 km"
Countdown bis zum Startverbot

Womit Kunden typischerweise ankommen

  • Die AdBlue®-Leuchte bleibt an, obwohl frisch nachgefüllt wurde.
  • UREA-Anzeige im Display, häufig bei Fahrzeugen aus dem PSA-Konzern.
  • Störung mit Restreichweite und Countdown bis zum Startverbot.
  • Fehler am NOx-Sensor oder allgemein „Abgasnachbehandlung".
  • Defekte SCR-Pumpe oder Tankheizung, oft erst im Winter auffällig.
  • Leistungsbegrenzung oder Notlauf ohne erkennbaren Anlass.

Warum der Fehler nach dem Teiletausch wiederkommt

Ein häufiger Ablauf: Sensor getauscht, Fehler gelöscht, zwei Wochen Ruhe, dann steht dieselbe Meldung wieder da. Das liegt fast nie am neuen Teil, sondern daran, dass die eigentliche Ursache woanders sitzt und der getauschte Sensor sie nur gemeldet hat.

Deshalb schaue ich mir Datenstand, Fehlerspeicher und die betroffenen Komponenten gemeinsam an, bevor irgendetwas bestellt oder abgeschaltet wird. Das erspart im besten Fall ein Ersatzteil, das nie kaputt war.

Wie ich vorgehe

  • Auslesen und einordnen: welcher Fehler ist Ursache, welcher nur Folgemeldung.
  • Prüfen, ob ein Bauteil defekt ist oder ob das System nur nie zum Arbeiten kam.
  • Einsatzzweck des Fahrzeugs klären — davon hängt ab, was überhaupt in Frage kommt.
  • Reparatur, Instandsetzung oder softwareseitige Lösung samt Kostenrahmen, bevor Sie entscheiden.
Der Umfang steht erst nach dem Auslesen fest

Was softwareseitig möglich ist, hängt an Fahrzeug, Steuergerät und Softwarestand. Bei manchen Steuergeräten geht viel, bei anderen nichts. Eine Zusage vor dem Auslesen wäre geraten, und geraten wird hier nicht.

Markenübergreifend

Vom Kleinwagen bis zum Mähdrescher. Entscheidend ist das Steuergerät, nicht das Emblem.

  • Audi
  • BMW
  • Mercedes-Benz
  • Volkswagen
  • Porsche
  • Škoda
  • SEAT
  • Cupra
  • Ford
  • Opel
  • Fiat
  • Iveco
  • MAN
  • Scania
  • Volvo
  • John Deere
  • Fendt
  • Claas
  • Case IH
  • New Holland

Alle genannten Marken sind Eigentum der jeweiligen Hersteller. Die Nennung dient allein der Angabe des Einsatzbereichs; eine Geschäftsbeziehung besteht nicht.

Nächster Schritt

Fahrzeugdaten schicken, Einschätzung bekommen.

Marke, Modell, Motor und was Sie vorhaben. Mehr braucht es für den Anfang nicht. Sie bekommen Rückmeldung, ob Ihr Fahrzeug in Frage kommt. Auch dann, wenn die Antwort nein lautet.